Salif Boubacar bereitete den ersten Treffer vor und erzielte den zweiten selbst. Foto: Joachim Mentel
Die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München ist durch den 3:0-Erfolg über den TSV 1865 Dachau II in der 40er-Kreisliga München vorübergehend auf den 4. Platz gesprungen und nach fünf Spieltagen weiterhin ungeschlagen. Die Tore erzielten Felix Rothe (31.), 2:0 Salif Boubacar (53.) und Mario Krischel (70.).
Die Sechzger waren von Beginn an das dominante Team. Beinahe wären sie durch ein Eigentor der Gäste in Führung gegangen. Eine scharfe Hereingabe von Leon Schleich klärte Rares Chiorpec nur um Zentimeter neben den linken Pfosten (28.). Drei Minuten später kam Salif Boubacar nach einem Ball in die Tiefe nicht zum Abschluss, setzte aber nach, holte sich die Kugel vor der Tor-Auslinie, passt am Fünfmetereck scharf nach innen, wo Felix Rothe die Hereingabe direkt nahm und aus sieben Metern ins rechte untere Eck zum 1:0 traf (31.). In der Folge hätten die Löwen-Amateure noch erhöhen können. Kenyan Price eroberte gegen den letzten Mann der Dachauer in der 40. Minute im Mittelkreis den Ball, trotz Überzahl der Sechzger konnten die nachsetzenden Gäste klären. Kurz vor der Pause parierte Keeper Yusuf Varyok einen Schuss von Kenyan Price (45.). So blieb es beim 1:0 zur Pause.
Noch dominanter war das Team von Trainer Perica Anusic im zweiten Durchgang. Während Dachau nur mit einem Ersatzspieler angereist war, konnten die Löwen nachlegen – ohne an Qualität zu verlieren. In der 53. Minute passte Leon Schleich von links scharf in die Mitte, der eingelaufene Salif Boubacar grätschte aus fünf Metern den Ball zum 2:0 über die Linie. Der Torschütze glänzte wenig später als Vorbereiter. Er setzte sich auf der rechten Seite durch, passte scharf nach innen, wo Nicolas Barth die Hereingabe aus acht Metern direkt nahm, aber links vorbeizielte (65.). Vielleicht hätte er den Ball dem hinter ihm besser postierten Mario Krischel überlassen sollen. Der dritte Treffer fiel in der 70. Minute. Ihor Yarovoi hatte halblinks Mario Krischel bedient, der drang übers linke Strafraumeck in den Sechzehner ein, schloss dann aufs lange Eck ab, Dachaus Torhüter war zwar am Schuss dran, doch die Kugel trudelte zum 3:0 über die Linie (70.). In der Folge hätten die Sechzger noch was für ihr Torverhältnis machen können. Die beste Chance besaß Kenyan Price. Daviti Mshvildadze hatte am eigenen Sechzehner den Ball vertändelt, der 1860-Kapitän kam aus 16 Metern zum Abschluss, setzte die Kugel aber rechts neben das leere Tor (83.). Zwischendurch musste Löwen-Keeper Timo Schober, der ansonsten nichts zu tun hatte, eingreifen. Mit einer Klasseparade vereitelte er den Schuss aus zehn Metern aus halblinker Position, hielt die Null fest. Für die Sechzger war es bereits der dritte Sieg im fünften Spiel bei zwei Remis.
Gleich mehrfach hatte die Löwen-Dritte gegen Dachau Grund zum Jubeln. Foto: Joachim Mentel
Trainer Perica Anusic war zufrieden. „Die 1. Halbzeit war schon sehr gut. Wir haben dann in der Pause gesagt, dass es noch nicht reicht und dass wir nochmals zehn Prozent drauflegen müssen. Das hat die Mannschaft dann getan.“ Auch mit der Defensivleistung war der 41-Jährige zufrieden. „Wir haben fast nichts zugelassen, außer diese einen Situation, wo Timo den Ball mit einer überragenden Parade rausfischt.“
Der Trainer bedauerte das begrenzte Wechselkontingent. „Ich finde es schade, dass ich heute nicht noch mehr auswechseln konnte, weil jeder, der reingekommen ist, gut gespielt hat. Jeder der 20 Spieler hat einfach Bock zu spielen. Wir hatten heute richtig Spaß und die Zuschauer ebenfalls. Wir haben uns unglaublich viele Situationen erarbeitet und man hat gesehen, dass die Jungs wollen.“
Obwohl wieder einige Spieler fehlten, war einmal mehr die Qualität in der Breite des Kaders beeindruckend. Nächste Woche könnten dann wieder Timo Ludwig und Julian Schleich zurückkehren. Dazu kommt mit Rafael Peinado Garcia ein Neuzugang, der erst jetzt richtig ins Training eingestiegen ist. Ihm bescheinigt Perica Anusic eine „hohe Qualität.“
Die Kaderbreite bringe aber auch Probleme mit sich, so der Coach. „Eigentlich will ich, dass alle zum Einsatz kommen, aber leider können nicht alle spielen. Das ist nicht einfach. Zum Beispiel Peter Lettenbauer ist ein super Stürmer, kam aber wieder nicht zum Einsatz. Auch er hat die Qualität zum Spielen. Es ist halt schwierig, aber wenn er so weitermacht, kriegt auch er seine Chance, wie jeder andere auch. Besser so als anders“, kommentiert Perica Anusic das Luxusproblem.
STENOGRAMM
Herren Kreisliga München, 5. Spieltag, Samstag, 19.09.2026, 17.30 Uhr
TSV 1860 München III – TSV 1865 Dachau II 3:0 (1:0)
Tore
1:0 Felix Rothe (31.), 2:0 Salif Boubacar (53.), 3:0 Mario Krischel (70.)
Gelbe Karten
Cornelius Fichtner –
Zuschauer
50 Sportanlage St.-Martin-Straße
Schiedsrichterin
Marie Körwien (Höhenkirchen-Siegertsbrunn); Assistenten: Carl Jung (München), Moritz Nölle (Biberg)


