Am Wochenende startet das erste Frauenteam der Löwinnen mit ihrer Kapitänin Carla Ritz in die Rückrunde. Foto: Joachim Mentel

Die Vorbereitung des Ersten Frauenteams des TSV 1860 München lief nicht unbedingt optimal. Trotzdem ist Trainer Lorenzo Tonello zuversichtlich, dass der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen wird. Zudem gab es noch zwei Verstärkungen für das Team.

Den Feinschliff holten sich die Kreisliga-Mädels der Sechzger zuletzt im Trainingslager in Arco am Gardasee. „Die Plätze waren top, das Hotel war auch in Ordnung. Wir konnten uns dort super vorbereiten“, schwärmt Lorenzo Tonello. Leider setzte sich auch in Italien die Schwierigkeiten bei den Testspielen fort. Zwar weilten zwei weitere Frauenteams zeitgleich in dem Kurort im Trentino, doch spielen wollten sie gegen die Löwinnen nicht. Also machte man kurzerhand ein internes Testspiel mit der eigenen U23.

Am Ende der Vorbereitung kamen nicht die erhofften sieben Testspiele zusammen, sondern nur vier. Zweimal sagten die Gegnerinnen ab, bei der Partie am Valentinstag bei der SGV Nürnberg-Fürth mussten die Sechzgerinnen aufgrund von Personalproblemen passen.

Zu Beginn der Vorbereitung schaute der 27-jährige Coach darauf, dass alle Kader-Spielerinnen Einsatzzeiten bekamen, wie beim 5:5 gegen die U17 des FFC Wacker München, ebenso bei der 1:4-Niederlage gegen den MTV Dießen. „Das Ergebnis entsprach keineswegs dem Spielverlauf“, so Lorenzo Tonello über das Spiel gegen die bezirksliga-Fußballerinnen vom Ammersee. „Gefühlt hatten wir 90 Prozent Ballbesitz, aber nach vorne ging nicht viel zusammen. Die Gegnerinnen fuhren vier Konter und machten vier Tore.“ Neun Gegentore in den ersten beiden Partien waren für den Coach entschieden zu viele.

Im nächsten Spiel gegen den SC Pöcking, ebenfalls Erster in der anderen Kreisliga, waren es dann nur zwei. Trotzdem war der Trainer nicht zufrieden, weil sein Team einen 2:0-Vorsprung verspielt hatte. „Wir haben die Gegnerinnen eingeladen, die Gegentore gingen auf unsere Kappe.“ Doch beim Stande von 2:2 zogen die Löwinnen an, entschieden die Partie am Ende sicher mit 4:2 für sich. Im bisher letzten Testspiel gab es einen 3:0-Erfolg über den TSV Peiting. „Da ist nichts angebrannt. Wir haben zur Pause bereits 3:0 geführt und die Gegnerinnen komplett dominiert. Ich habe dann in der 2. Halbzeit kräftig durchgewechselt.“

Zweimal konnten sich die Löwinnen im Winter verstärken. Die 17-jährige Christina Hilger kam von Landesligist 1. FC Schwarzenfeld aus der Oberpfalz nach München und soll die Abwehr stabilisieren. Ihre Position ist die Innenverteidigung. Die andere neue ist Janina Hartmann. Die 23-jährige Außenbahnspielerin war die letzten beiden Jahre inaktiv, spielte zuvor beim 1. FFC Fortuna Dresden, wo sie sowohl in der Regional- als auch Landesliga zum Einsatz gekommen war.

Am Sonntag, 15. März, steht nun das erste Punktspiel 2026 auf dem Programm. Ab 16 Uhr gastiert auf dem 6er-Platz auf der Sportanlage St.-Martin-Straße die U23 des FC Stern München. „Wir wollen die Rückrunde mit unseren beiden super Neuzugängen so beginnen, wie wir mit der Hinrunde aufgehört haben“, erklärt Lorenzo Tonello. „Ziel bleibt es, alle Spiele in der Rückrunde zu gewinnen und uns die Meisterschaft holen.“ Der Vorsprung betrage trotz der makellosen Bilanz von bisher elf Siegen in elf Spielen nur drei Punkte auf den FC Teutonia. „Wir können uns also keine Ausrutscher erlauben!“ Er rechne damit, dass es noch schwerer als in der Hinrunde werden wird. „Die Gegnerinnen sind noch heißer darauf, gegen uns Punkte mitzunehmen. Wir bekommen sicher nirgends was geschenkt!“

Trainer Lorenzo Tonello erwartet, dass die Gegnerinnen gegen sein Team besonders heiß sind. Foto: Joachim Mentel

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