In dieser Szene kann sich Julian Schleich nicht durchsetzen. Foto: Joachim Mentel

Die dritte Herrenmannschaft der Löwen kassierte eine vollkommen unnötige 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Solln. Nach schwacher 1. Halbzeit lag das Team von Trainer Lulzim Kuqi mit 0:2 zurück. Ein Doppelschlag von Peter Lettenbauer nach Wiederanpfiff (47. und 60.) schien die Wende einzuläuten, doch die erneute Führung für die Gäste in der 68. Minute brach den Sechzgern das Genick.

„Die 1. Halbzeit war nicht gut von uns“, gestand Löwen-Trainer Lulzim Kuqi ein. „Wir haben uns schwergetan, hatten viele Ballverluste, die Passquote war nicht gut, wir waren unkonzentriert, haben durch unsere vielen Fehlpässe den Gegner erst stark gemacht.“ Für Kugi waren es die schwächsten 45 Minuten in dieser Saison. Folgerichtig gingen die Gäste mit einer 2:0-Führung in die Pause. Vorm 1:0 hatte Petter Lettenbauer einen Schuss per Kopf genau in die Mitte auf den Fuß von Tobias Steger geklärt, dessen Abschluss aus zwölf Metern wurde noch unglücklich abgefälscht, so dass Schlussmann Timo Schober keine Abwehrchance hatte (12.). Dem zweiten Treffer von Solln ging ein Ballverlust im Zentrum voraus. Die Gäste schalteten schnell um, Samuel Schewe traf aus halblinker Position zum 2:0 ins lange Eck (36.).

In der Pause machte Trainer Lulzim Kuqi seinem Unmut Luft. „Ich bin etwas lauter in der Kabine geworden. Ich habe der Mannschaft erklärt, dass uns solche Konzentrationsfehler einfach nicht passieren dürfen.“ Es sei keine Entschuldigung, dass viele Spieler fehlen würden. „Wir haben einen großen Kader und können es sicher besser“, so seine Maxime. Das zeigte die Mannschaft auch zu Beginn der 2. Halbzeit. Diego Hones spielte in der 47. Minute einen langen Ball über die Abwehrkette auf den gestarteten Peter Lettenbauer, der die Kugel zum Anschlusstreffer über Sollns Keeper Fabian Greindl lupfte. Das 2:2 entsprach einer fast identischen Szene. Wieder war es Hones, der den Pass spielte, erneut überwand Lettenbauer mit einem Lupfer den gegnerischen Keeper zum 2:2 (60.). Alles sah zu diesem Zeitpunkt danach aus, als ob die Sechzger die Partie mit einem Dreier beenden würden. „Wir waren wieder voll im Spiel“, fand auch der Löwen-Trainer. Doch dann fuhren die Gäste einen Konter. Die Hereingabe von rechts brauchte der vollkommen freistehende Alexander Hassinger aus kurzer Distanz nur noch zum 3:2 einzuschieben (68.). „Da sind wir nicht schnell genug nach hinten gelaufen“, ärgerte sich Trainer Kuqi, „wir haben den Schützen blank vorm Tor stehen lassen So etwas darf uns in dieser Phase des Spiels nicht passieren. Wir waren drauf und dran das 3:2 zu machen und kassieren aus dem Nichts das Gegentor!“

Danach begann das Kopfkino. „Wir mussten erneut einem Rückstand hinterherlaufen.“ Seine Mannschaft habe zwar alles versucht, „aber so richtig konnten wir uns keine Chancen erspielen. Uns haben die entscheidenden Ideen gefehlt, wir sind nicht mehr in die Box gekommen.“ Der Trainer wollte seinen Jungs keinen Vorwurf machen. „Es war ja nicht so, dass wir nicht wollten. Aber klare Möglichkeiten haben wir keine mehr bekommen.“ Im Moment liefe vieles gegen sein Team. „Das Spiel heute müssen wir definitiv nicht verlieren. Uns fehlt zurzeit das Quäntchen Glück. Normalerweise muss die gute Phase nach der Pause zum Sieg reichen, aber irgendwie haben wir eine Blockade. Wir haben jetzt viel Arbeit vor uns, um wieder in die Spur zu kommen.“

Hier war die Löwen-Welt noch in Ordnung: Peter Lettenbauer hatte gerade das 2:0 erzielt. Foto: Joachim Mentel


STENOGRAMM

Herren Kreisliga München 2, 18. Spieltag, Samstag, 06.04.2024, 17.30 Uhr
TSV 1860 München III – TSV Solln 2:3 (0:2)

Tore
0:1 Tobias Steger (12.), 0:2 Samuel Schewe (36.), 1:2 Peter Lettenbauer (47.), 2:2 Peter Lettenbauer (60.), 2:3 Alexander Hassinger (68.)

Gelbe Karten
Arco Gröschel, Diego Hones, Julian Schleich – Lejs Dedic

Gelb-Rote Karte
– Malik Dedic (90.+4)

Zuschauer
250 Sportanlage St.-Martin-Straße

Schiedsrichter
Benjamin Lasic

Fanartikel

1860-III-IV-Kappe-Schal01

Die Fußballabteilung (FA) des TSV 1860 bietet eigene Fanartikel an. Weiterlesen