Luisa Rehschütz (Mitte) konnte sich gleich dreimal feiern lassen. Foto: Joachim Mentel

Im letzten Saisonspiel besiegten die Löwinnen I den SV Dornach mit 6:3. Dabei lag das personell geschwächte Team des scheidenden Trainers Lorenzo Tonello zur Pause noch mit 2:3 zurück. Im zweiten Durchgang machten die Sechzgerinnen ernst, feierten am Ende im 22. Spiel den 22. Sieg. Dreimal traf Luisa Rehschütz, zweimal Kira Winter und einmal Paula Höfler.

Etwas überraschend ging Dornach in der 3. Minute in Führung. Durch einen 25-Meter-Freistoß von Elena Kurz. Die Kapitänin nahm Maß setzte die Kugel unhaltbar für Lisa-Marie Motl ins linke Kreuzeck. Dem Ausgleich ging ein Freistoß von Stefanie Stepberger voraus. Aus dem linken Halbfeld hatte sie in die Mitte geflankt, der Ball rutschte ans lange Eck durch, wo Luisa Rehschütz aus sieben Metern zum Abschluss kam, den Ball im kurzen Eck zum 1:1 versenkte (12.). Nach einer halben Stunde verhinderte die Latte die Führung der Löwinnen. Kira Winter hatte links von der Strafraumkante abgezogen, aber nur das Aluminium getroffen (31.). In der 40. Minute gab’s dann Elfmeter für die Sechzgerinnen, als SVD-Torhüterin Olivia Fredersdorff beim Klärungsversuch Julia Ennen zu Fall gebracht hatte (40.). Kira Winter lief an, schob die Kugel neben dem linken Pfosten zur Führung ein (41.). Doch zwei schläfrige Momente in der 1860-Defensive kurz vor der Pause brachten die Gastgeberinnen erneut in Front. Erst war es ein Freistoß von links durch Elena Kurz, den Maxine Hausler am langen Pfosten per Kopf in die Mitte verlängerte, Marina Kelova drückte mit Hilfe der 1860-Defensive die Kugel zum 2:2 über die Linie (43.). Zwei Minuten hatte Maxine Hausler nur noch Stefanie Stepberger vor sich, zog an der Strafraumkante halblinks nach innen, schloss dann mit rechts ab und traf zum 3:2 ins linke untere Eck (45.). Kurz danach war Pause.

Die Löwinnen zeigten nach Wiederanpfiff, dass sie keineswegs gewillt sind, im letzten Saisonspiel die ersten Punkte abzugeben. Und es begann fast perfekt. Kaum waren 60 Sekunden gespielt, lag der Ball im Dornacher Tor. Lisa Städtler hatte aus halblinker Position an den zweiten Pfosten geflankt. Die eingelaufene Luisa Rehschütz brauchte den Ball nur noch aus kurzer Distanz zum 3:3 ins leere Tor zu drücken (47.). Beinahe hätte Leonie Lauth nach Eckball von rechts durch Julia Ennen das 4:3 erzielt, traf aber mit ihrem Kopfball nur die Oberkante der Latte (55.). Zwei Minuten später kam Lisa Städtler im Rückraum nach einem abgewehrten Freistoß an den Ball. Sie brachte ihn wieder vors Tor, Paula Höfler war zur Stelle, erzielte aus sechs Metern die erneute Führung (57.). Diesmal hatten die Gastgeberinnen keine Antwort mehr parat. Ganz anders die Löwinnen. In der 63. Minute lief Lisa Städtler halblinks frei Richtung Tor, überlupfte die Torhüterin, traf aber nur die Latte. Den Abpraller verwertete Luisa Rehschütz aus kurzer Distanz zum 5:3. Es war bereits ihr dritter Treffer an diesem Nachmittag. Endgültig alles klar machte Kira Winter in der 67. Minute. Julia Ennen hatte ihr den Ball in den Lauf gespielt, die Torjägerin ließ im Strafraum noch eine Gegenspielerin aussteigen und traf dann zum 6:3-Enstand ins rechte untere Eck (67.)

„Zum Abschluss haben es die Mädels nochmals gut gemacht“, lautete das Fazit des scheidenden Trainers Lorenzo Tonello. „Wir wollten Gaudi haben, deswegen haben wir die Positionen vorher ausgelost“, begründete er die Abstimmungsprobleme vor der Pause. „Dadurch war es ein bisschen chaotisch, obwohl wir es in den ersten 15 Minuten ganz gut hingekriegt haben. Der Freistoß zum 1:0 für Dornach war richtig gut geschossen“, zollte er den Gegnerinnen Respekt. „Ein, zwei Tore haben wir uns selbst reingemacht“, war er mit der Defensivleistung in der 1. Halbzeit nicht zufrieden. „Außerdem waren wir ziemlich dezimiert, hatten nur drei Auswechselspielerinnen auf der Bank.“ Eigentlich waren es sogar nur zwei, weil die erkrankte Kapitänin Carla Ritz überhaupt nicht zum Einsatz gekommen war. Einige der eingesetzten Spielerinnen seien zudem nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen.

Die Bilanz von Trainer Lorenzo Tonello ist perfekt: 22 Siege in 22 Spielen. Foto: Joachim Mentel

Die drei Gegentore führten dazu, dass die Löwinnen eines ihrer drei gesteckten Ziele nach dem Gewinn der Meisterschaft nicht erreichten. Sie wollten bei den Gegentoren einstellig bleiben, haben jetzt aber genau zehn. „Das ist aber nur eine Kleinigkeit“, so Lorenzo Tonello. Dagegen hatten sie die 100-Tore-Marke schon letztes Wochenende überschritten. Insgesamt haben die Sechzgerinnen 108 Mal ins gegnerische Gehäuse getroffen. Das wichtigste Ziel war aber, die weiße Weste zu bewahren. „Das haben wir geschafft! Wir haben alle unsere 22 Spiele gewonnen. Das war ein perfekter Abschluss einer tollen Saison.“


STENOGRAMM

Frauen Kreisliga München 1, 22. Spieltag, Samstag, 30.05.2026, 12 Uhr
SV Dornach – TSV 1860 München I 3:6 (3:2)

Tore
1:0 Elena Kurz (3.), 1:1 Luisa Rehschütz (12.), 1:2 Kira Winter (41., Foulelfmeter), 2:2 Marina Kelova (43.), 3:2 Maxine Hausler (45.), 3:3 Luisa Rehschütz (47.), 3:4 Paula Höfler (57.), 3:5 Luisa Rehschütz (63.), 3:6 Kira Winter (67.)

Gelbe Karten
Patrizia Fryba –

Zuschauer
60 Sportanlage Dornach

Schiedsrichter
Philipp Hasl

Fanartikel

1860-III-IV-Kappe-Schal01

Die Fußballabteilung (FA) des TSV 1860 bietet eigene Fanartikel an. Weiterlesen